Der Olivenbaum kann in Trockenzonen überleben, jedoch in bestimmten Zeiträumen des Jahreszyklus muss ihm unbedingt ausreichend Wasser zugeführt werden. Im Sommer entwickelt sich die Frucht, der Kern erhärtet und die Olive wächst bis zur Farbgebung, wenn also die grüne Farbe der Schale verblasst und rötliche Flecken erscheinen. Während dieses Zeitraums des Wachstums würde eine übermäßige Dürrezeit ein Abfallen der Früchte verursachen oder günstigstenfalls nur kleine Oliven wachsen lassen, die kaum Öl enthalten würden.
In dieser Zeit sind die Oliven allen möglichen schädlichen Einflüssen ausgesetzt, z.B. ungünstigem Klima, Krankheiten oder Pflanzenschädlingen. Eine vielversprechende Ernte kann durch diese Vorkommnisse entscheidend beeinflusst
werden.
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Kampf gegen die Ölfliege
Die Ölfliege (Dacus Olei) stellt die hauptsächliche Gefahr dar und in manchem Jahr vernichtet dieses Insekt die gesamte Ernte, sowohl mengen- als auch qualitätsmäßig.
Diese Fliege kommt in allen Gegenden der Welt vor, wo es wilde oder kultivierte Bäume gibt, die der Baumart Olea angehören, sowohl im Mittelmeerraum, in Süd- und Ostafrika als auch in Asien (bis nach Indien). In nur einem Jahr können sich bis zu 7 immer zahlreichere Generationen entwickeln: Aus den in den Oliven abgelegten Eiern schlüpfen Larven, die sich von dem Olivenfleisch nähren. Wenn sie ausgewachsen sind, durchbohren sie die Oliven, um anschließend davonzufliegen. In den Jahren, in denen die Winter-Kälte, die hohen Sonnentemperaturen oder die Insektenfresser die Anzahl der Fliegen nicht ausreichend einschränken, kann zur Erntezeit jede Olive verschiedene Löcher und Bohrungen aufweisen, so dass sie weder für den Verzehr bei Tisch noch zur Ölproduktion verwendet werden kann.
Der Kampf gegen die Fliege erfolgt durch Schädlingsbekämpfungsmittel, vergiftete Köder und neuerdings durch biologische Methoden, indem einige Parasitenarten des Insekts ausgesetzt werden, die im Sommer die Larven angreifen.
Die Feinde des Olivenbaums – Farbtafel, Frankreich, zweite Hälfte des 19.
Jahrh Das Holz, die Blätter und die Früchte des Olivenbaums werden von vielen Parasiten während seines Wachstums angegriffen und seit der Zeit des alten Roms beschäftigen sich Agronomen und Botaniker mit diesem
Problem.
Bewässerung
Diese erfolgt hauptsächlich bei neu angelegten Plantagen. Die meisten Olivenbäume sind in den Sommermonaten ohne Wasserzufuhr und dadurch ergibt sich bei Trockenheit ein Abfallen der Früchte, verlangsamtes Reifen und lange Zwischenräume zwischen den Jahrgängen, bis diese wieder vollen Ernteertrag
bringen.
Die regelmäßig bewässerten Bäume können ihre Ernteergebnisse verdoppeln. Die bekanntesten Bewässerungssysteme sind von Gebiet zu Gebiet verschieden und unterscheiden sich daher bzgl. der Verfügbarkeit, der Wassermenge, der Wasserkosten, der Geländebeschaffenheit und der zu bewässernden Olivenhain-Fläche.
Die traditionellen Systeme (durch Becken, Sickerfurchen und durch Berieselung) nutzen das abschüssige Gelände und bewässern durch Kanäle und Furchen, die genau und sorgfältig überwacht werden.
Neuere Methoden erlauben das Bewässern von bestimmten Punkten in der Nähe des Baumes durch gezielte Tropfenbewässerung. Plastikrohr-Systeme mit auf Entfernung einstellbaren Düsen liefern kleine Mengen Wasser (von 2 – 10 l/Std), durch die der Bedarf des Baums gedeckt werden kann, wobei 10 – 30% gegenüber herkömmlicher Methoden eingespart
werden.
Tropfen-Bewässerungsanlage – Toskana Dieses System wird hauptsächlich in neueren Olivenhainen eingesetzt, die mit dafür vorgesehenen Plastik-Rohren und Bewässerungsanlagen ausgestattet sind.
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