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Saal 12 – Ölmühle mit Tierantrieb
Nachbildung einer traditionellen ligurischen Ölmühle, denen Ligurien in den letzten Jahrhunderten sein Wohlergehen und seinen Reichtum verdankt. In einem einzigen Raum, normalerweise im hinteren Teil des Wohnraums, fanden die Arbeitsvorgänge zur Ölgewinnung statt: Die Oliven wurden von den Steinrädern zermalmt, immer wieder durch spezielle Vorrichtungen vermischt und der entstandene Brei wurde anschließend von einer Schale in einer Schraub-Presse zusammengedrückt.

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Geräte und Maschinen, wie sie in einer Ölmühle in Betrieb waren.
Die Nachbildungen eines Zugtieres und eines Mannes, der die Presse bedient, machen die Mühen deutlich, die ein Tag in der Ölmühle mit sich brachte, aber auch die Intelligenz und die Perfektion, mit denen diese Systeme angewandt wurden. Die Produktionsanlagen wurden aus großen Felsblöcken ligurischer Herkunft gewonnen. Das Holz wurde aus widerstandsfähigen großen Stämmen ausgewählt und nur ganz wenige Teile bestehen aus Metall. An einem Vorführmodell wird die Ölmühle in Betrieb gezeigt.
 

Die Bauteile der Presse einer Ölmühle
Aus Stein waren alle wesentlichen Teile der Ölmühlen, wie z.B. die Becken, die Mahlsteine und viele Sockel der Pressen.
Im westlichen Ligurien wurde hauptsächlich der “colombino” eingesetzt, ein kalkhaltiges Felsgestein, das als Oberschicht zu Tage tritt und wo das grobe Behauen der schweren Blöcke bis zur Fertigstellung erfolgte, die anschließend dann zu den Ölmühlen gebracht wurden. 
Die durch das Zerquetschen der Oliven im Steinbehälter hervorgerufene Abnutzung führte dazu, dass ein Mahlstein in wenigen Jahrzehnten verbraucht war.

Material: verschiedene Kalkfelsarten aus der Umgebung (“colombino”)
Abmessung: Durchm. 130, Dicke 35 cm
Herstellungstechnik: Heraustrennen aus dem Seinbruch, Behauen und regelmäßiges Nacharbeiten
Herkunft: westl. Ligurien
Datierung: XIX Jahrh.
Verwendungszweck: Zermalmen der Oliven