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Saal 16 – Nachbildung eines römischen Schiffes
Ausreichende Öllieferungen waren eines der Hauptanliegen der antiken Handels-Organisation. In den Jahrhunderten des Römischen Reiches war die Ölherstellung auf die Küstenstreifen des Mittelmeers beschränkt, besonders auf Spanien und das nördliche Afrika, die die Hauptstadt Rom beliefern mussten, sowie wichtige Ansiedlungen, das Heer und die nördlichen Provinzen, wo der Olivenanbau nicht gedieh. Enorme Mengen mussten transportiert werden, um den Bedarf zu decken, vorzugsweise auf dem Wasserweg, um die Transportkosten gering zu halten.

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Den Kielraum eines römischen Schiffes mit einer Ladung Öl-Amphoren. Die Amphore ist der am häufigsten im Handel verwendete Behälter der Antike. Eine Nachbildung des Laderaums eines römischen Schiffes in natürlicher Größe verdeutlicht das Verstauen der Amphoren an Bord der Schiffe in übereinanderliegenden Reihen. Verschiedene Schiffsmodelle, Anker und zahlreiche Typen von Amphoren geben einen Überblick über einen der größten Ölvertriebe des Mittelmeers aller Zeiten.
 

Öl-Amphore
Die Amphoren wurden mit Lehm- oder Holzstopfen verschlossen, mit Wachs und Pech versiegelt und mit Pflanzenfasern umgeben, damit ihre Wände vor Stößen geschützt waren und sie nicht während rauer Seefahrt zerbrachen. Die nach unten sich verjüngenden Böden erleichterten das Verstauen und halfen, den Laderaum auszunutzen.

Material: Ton-Paste
Abmessungen: Höhe 88, Durchmesser 37 cm
Herstellungstechnik: Modellieren auf Töpferscheibe und anschließendes Anbringen der Henkel
Herkunft: aus einem Schiffswrack
Datierung: 1. Jahrh. v. Chr.
Verwendungszweck: Seetransport im Ölhandel