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Saal 4 – Die Reise des Öls und des Olivenbaums
Wie unsere Vorfahren, können auch wir sagen, dass das Mittelmeer mit dem Ölbaum anfängt und endet. Das Olivenöl ist seit Jahrtausenden eines der wertvollsten Produkte und wichtiger Handelsartikel des Mittelmeers.
Die Ölanbaugebiete exportierten es zu hohen Preisen in Länder, deren Bevölkerung zunächst keine Anbaumöglichkeiten hatten, sich aber bald bemühten, ebenfalls den Olivenbaum anzupflanzen.
Das Öl und der Olivenbaum haben sich also gen Westen in alle Siedlungsgebiete die damals bekannt waren ausgebreitet, von den Küsten Syriens und Palästinas bis zum Atlantischen Ozean. Auf seinem Vormarsch erlebt der Olivenbaum das Entstehen einiger der wichtigsten antiken Zivilisationen.

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Auf dem Hintergrund sind Länder und die Schiffsrouten der Seefahrer und der mutigen Kaufleute aus Mykene, Phönizien und Griechenland abgebildet, wie auch seltene und beeindruckende Fundstücke aus antiken Schiffswracks. Im seinerzeitigen Handel übliche Gefäße, Mosaike und alte Darstellungen zeigen die Reise-Route eines Produkts und eines Baumes, die das Symbol des Mittelmeers geworden sind.
 

Mosaik mit der Abbildung einer Schiffsfahrt
Das Mosaik zeigt ein Schiff mit Viereck-Segel, auf dem sich zwei weibliche Figuren befinden. Am Fuße des Masts stehen vier Amphoren verschiedener Formen. Eine davon ist eine Öl-Amphore. Das Öl ist Jahrtausende lang über das Mittelmeer in Ton-Behältern gereist.

Material: mehrfarbige Mosaiksteine
Abmessung: Breite 153,5 – Höhe 101 cm
Herstellungstechnik: Mosaik
Herkunft: Süd-Italien
Datierung: II – III Jahrh. nach Chr.
Verwendungszweck: Bodenbelag