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Saal 6 – Griechenland und die Stadt der heiligen Bäume
Der Olivenbaum kam schon sehr früh nach Griechenland und bereits vor 5000 Jahren ernährten sich die Bewohner Kretas und des Peloponnes von Gerichten, die in Olivenöl zubereitet wurden. Vor 4000 Jahren waren Minos von Kreta und danach die mykenischen Könige wichtige Ölproduzenten, die in Süditalien, Sizilien und Sardinien ihre Geschäfte abwickelten.
Im Athen des Altertums genoss der Olivenbaum höchstes Ansehen: Der von der Göttin Athene selbst auf der Akropolis gepflanzte Olivenbaum ist das Wahrzeichen der Stadt und symbolisiert Fortbestand und Wohlergehen.

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Wir haben Gegenstände und Abbildungen der Olivenbäume ausgewählt, die der Göttin Athene heilig und die das Symbol der Stadt Athen waren, wie auch mit Olivenzweigen geschmückte Athleten und auch von Mädchen, die sich auf die Hochzeit vorbereiten, wie auch Vasen für Duftöl, um die außerordentliche Verbindung zwischen dem Olivenbaum und dieser Stadt Griechenlands darzustellen und die besondere Anerkennung hervorzuheben, die der Olivenbaum in Attika genoss. Die Bürger Athens wurden als Zweige dieses immergrünen Baumes betrachtet, die kein Feind vernichten konnte.
 

Mykenische Bügel-Kanne
Die Bügel-Kannen sind die ersten Öl-Vasen, in denen das Öl das Mittelmeer von Osten nach Westen überquert. Mit Öl gefüllte Bügel-Kannen, das nicht nur für kosmetische Zwecke vorgesehen war, sind auf den Wänden ägyptischer Grabmäler abgebildet und wurden in vielen Küstenstädten des Mittelmeers aufgefunden.

Material: Ton
Abmessungen: Umfang max. 75 – Höhe 26 cm
Herstellungstechnik: Töpferscheibe
Herkunft: Peloponnes
Datierung: XII Jahrh. vor Chr.
Verwendungszweck: Behälter für den Öl-Handel