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Saal 8 – Spanien. Ende der Reise zu den Säulen des Herkules
Das Olivenöl und der Olivenbaum erreichten die spanischen Küsten im 8. Jahrhundert vor Chr. durch die phönizischen Kaufleute, die ihre Waren den Iberern im Tausch gegen Metalle anboten, die in Spanien reichlich vorhanden waren: Kupfer, Silber und Gold. Durch diese Kontakte entstand eine ganz besondere Kultur, reich an einheimischen, phönizischen, griechischen und karthagischen Elementen. Im Laufe der ersten Jahrhunderte des Römischen Reiches wurde Spanien die hauptsächliche Öl produzierende Mittelmeer-Provinz und die Amphoren für bätisches Olivenöl, das Rom jahrhundertelang aus Spanien importierte, wurden in der Nähe des Tibers angehäuft und bildeten einen neuen Berg, der heute als Monte Testaccio bekannt ist.

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Phönizische Kaufleute, die Dame von Cadiz, die vor 2500 Jahren mit einer Alabaster-Vase voll parfümiertem Öl in den Händen begraben werden wollte, die kostbaren orientalischen Waren, die die Iberer im Tausch gegen Silber erstanden und die unendlichen Olivenhaine, die seit der Antike die spanische Landschaft kennzeichnen.
 

Im Meer gefundener Alabastron
Dieser Vasen-Typ entstammt hoch entwickelter orientalischer Handwerkskunst und wurde entlang den Küsten des Mittelmeers bis Spanien gefunden. Die Duftöle und Kosmetika, die in ihnen aufbewahrt wurden, waren für die Bewohner der phönizischen Kolonien und alle anderen Volksgruppen, die deren Lebensstil übernommen hatten, inzwischen unverzichtbar geworden.

Material: Alabaster
Abmessungen: Durchm. max. 4,6 – Umfang max. 15 – Höhe 20 cm
Herstellungstechnik: aus einem einzigen Block gefertigt
Herkunft: östl. Mittelmeer, aus einem Schiffswrack geborgen
Datierung: 500 vor Chr.
Verwendungszweck: Behälter für Duftöle